Jämthündin überlebt Wolfsangriff

Jämthündin Klara überlebt einen Wolfsangriff.

Wir haben lange überlegt, ob wir dieses Video überhaupt einstellen sollten.

Aber in Schweden geraten die Jämthunde, die wir hier ja u.a. auch porträtieren, häufiger in solche Situationen. Jährlich sterben dort ca. 20 Jagdhunde durch Wolfsangriffe; eben so viele werden durch sie verletzt. Womit wir allerdings keineswegs die Wölfe “verteufeln” möchten. Sie fühlen sich sehr oft durch die Hunde, die auf der Jagd etliche Kilometer durch den Wald streifen, ganz einfach in ihrem Revier bedroht.

Jeder mag für sich entscheiden, ob er sich dieses Video “antun” möchte.

Klara ist eine 4-jährige Jämthündin und wird von ihrem Besitzer Tommy Berglund jagdlich geführt. An einem Tag im Oktober 2015 befand dieser sich mit Klara in den Wäldern von Sunne auf Elchjagd. Plötzlich war die Hündin im Unterholz verschwunden. Das war zunächst nicht ungewöhnlich. Jämthunde nehmen die Spur eines Elches auf, verfolgen ihn über weite Strecken und – wenn sie ihn gestellt haben – verbellen ihn so lange, bis der Jäger eintrifft.
Doch dieses Mal fand Berglund Klara am Boden liegend. Zuerst dachte er, ein Elch hätte sie niedergetreten. Dann aber sah er die zahlreichen Bisswunden…

Was wirklich geschehen war dokumentiert ein 10-minütiger Film, den eine Kamera am Halsband der Hündin aufgezeichnet hat.

Tommy Berglund brachte seine Hündin zum nächsten Tierarzt. Dieser stellte über 20 Bisswunden fest.

Doch trotz der schweren Verletzungen überlebte Klara!

Dem Magazin „Svensk Jakt“ vom schwedischen Jagdverband, der auch das Video bei Youtube veröffentlicht hat, sagte Berglund, er werde seine Hündin nicht noch einmal in diesem Gebiet mit zur Jagd nehmen. Sie sei schließlich ein Familienmitglied und es wäre sehr leer geworden, wenn er sie nicht wieder hätte nach Hause mitnehmen können.

 

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