Buchempfehlung
Schon wieder das letzte Wort

Huskys – die Namensgeber dieser Website – haben seit dem Disney-Film Snowdogs aus dem Jahr 2002 auch bei uns immer mehr Freunde gefunden. Wobei ein Interesse an Tieren nur aufgrund eines Films stets mit großer Skepsis zu betrachten ist. Denn im alltäglichen Umgang mit ihnen erlischt die anfängliche Begeisterung oft sehr schnell. Und die Folgen sind hinreichend bekannt…
Zum wirklichen Modehund hat es der Husky aber nicht geschafft. Diesen Titel beansprucht seit einiger Zeit – nach Labrador, Jack Russell Terrier und Mops – ein alter Bekannter: der Dackel.

Und das im Laufe der Jahre bereits zum dritten Mal.  Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel kann man wohl als Trendsetter und Schöpfer des ersten “Modehundes” bezeichnen. Später erlosch das allgemeine Interesse wieder, erreichte aber in den 1970er-Jahren einen neuen Höhepunkt.

Ausgelöst durch die Olympischen Sommerspiele 1972. Willi Daume, Präsident des deutschen Nationalen Olympischen Komitees und selbst Dackelbesitzer, hatte die Idee, Waldi zum Maskottchen der Spiele zu machen.
Der neue Boom hielt bis in die 1990er-Jahre an, dann wandelte sich der Geschmack der Hundebesitzer erneut.

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Seit einiger Zeit ist nun wieder ein verstärktes Interesse am Dackel festzustellen. Da kommt  ein neues Buch gerade recht, in dem sich alles um diesen kleinen Herzensbrecher dreht:
Schon wieder das letzte Wort. Nach Könige zum Anfassen, Airedale-Geschichten um King & Co., beschäftigt sich Annette Küper hier ausgiebig mit Hermann. Hermann ist fiktiv und ein typischer Vertreter seiner Rasse: selbstbewusst, eigensinnig, manchmal schwierig und auf jeden Fall sehr charmant. Hanna, genau wie er fiktiv, erfährt zwölf Monate lang zahlreiche Höhen und Tiefen mit ihrem vierbeinigen Mitbewohner. Am Ende eines jeden Monats hat Hermann das letzte Wort und tut kund, was er so für “voll daneben” hält.
Der Leser erlebt die Wandlung eines misstrauischen und äußerst vorsichtigen kleinen Hundes aus schlechter Haltung zum offenen und vertrauensvollen Partner seiner Besitzerin. Obwohl Besitzerin eigentlich das falsche Wort ist. Denn Hanna und Hermann, das große und das kleine H, sind zu (fast) gleichberechtigten Partnern in einem Dreamteam geworden.

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Übrigens sind die in diesem Buch erzählten Ereignisse im Gegensatz zu den beiden H’s real.
Die Geschehnisse wurden tatsächlich von verschiedenen Dackeln und ihren Haltern so erlebt.

Fazit: Ein echt lesenswertes Buch – nicht nur für Dackelfreunde.

 

 

 

 

Erschienen im Mariposa-Verlag
164 S., Klappenbroschur
15,00 EUR (DE); 15,50 EUR (AT); 18,00 CHF
ISBN 978-3-946424-16-1
1. Aufl. Mai 2018
Fotos (in Farbe) von Birgit Driever

 

 

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