Der Anfang

Huskyhündin Jaska

Heute lebe ich genau 3 Monate bei Ronald, Christa und meinem 4-beinigen Kumpel Ronny.

Und ich kann mich nicht beklagen; alle gehen sehr lieb mit mir um. Aber wirklich heimisch fühle ich mich hier noch nicht.
Mag wohl daran liegen, dass sich in der letzten Zeit meine Lebensumstände immer wieder geändert haben.

Die ersten Jahre waren zwar super – genau so, wie jeder Hund es sich nur wünschen kann.
Aber dann ging’s los: Meine Menschen trennten sich und ich blieb bei Herrchen. Der hatte aber arbeitsbedingt kaum noch Zeit für mich.
Also zog ich zu Frauchen. Doch hier gab es inzwischen ein Baby. Zwar hatte sie mich immer noch lieb; aber nun leider ebenfalls zu wenig Zeit.

So kam ich zur Nothilfe Polarhunde. Zum Glück nicht in die Auffangstation, sondern in eine Pflegefamilie. Kaum hatte ich mich dort etwas eingewöhnt, endete ein Sonntagsausflug mit einem Autounfall. Die Menschen, zwei große und zwei kleine, mussten ins Krankenhaus. Wir Hunde hatten zwar keine äußeren Verletzungen abbekommen, aber der Schock saß tief.

Ich wurde bei einer neuen Pflegefamilie untergebracht. Und von dort ging es nach einer Weile weiter zu meinem jetzigen Rudel.

Ja – weiß ich denn, ob und wie lange ich hier bleiben darf???

Nee, ich habe meine Lektion gelernt und verschenke meine Gefühle nicht mehr so ohne Weiteres. Da warte ich doch lieber erst einmal ab.

Vor kurzem fragte uns Christa, ob wir nicht Lust hätten, unsere täglichen großen und kleinen Erlebnisse einmal aufzuschreiben. Hach, sehr lustig. Ich kann zwar eine ganze Menge mit meinen Pfoten anstellen: laufen, buddeln und Türen öffnen zum Beispiel. Aber auf der Tastatur herumhacken gehört bei aller Liebe nicht dazu.

Christa meinte jedoch, wir brauchten ihr nur zu erzählen, das Tippen würde sie übernehmen. Als Sekretärin sozusagen. Ronny, die alte Plaudertasche, war sofort total begeistert. Er quasselt ohnehin den ganzen Tag. Und jetzt sollten seine Ergüsse auch noch schriftlich festgehalten werden? Einfach super! Na, da wollte ich dann auch keine Spielverderberin sein.

Aber als es ernst wurde, meinte Ronny plötzlich – natürlich ganz selbstlos – : Ladies first.

Wenn er sich doch nur bei anderen Gelegenheiten auch immer so gentlemanlike verhalten würde. Spontan fällt mir da das Futter ein.
Ronny bekommt seine Mahlzeiten in der Diele und ich in der Küche, weil wir uns beim gemeinsamen Speisen öfter mal in die Haare kriegen. Obwohl – ich meine ja, er fängt immer an. Jedenfalls schließen unsere 2-Beiner dann die Küchentür und jeder kann in Ruhe futtern. Wenn ich fertig bin, öffne ich die Tür (kann ich prima, schon bei der Nothilfe hieß ich “Jassi, die Türöffnerin”). Ronny hat dann seine Schüssel immer schon leer und wartet draußen. Dann gehen wir hoch erhobenen Hauptes aneinander vorbei und jeder leckt den Napf des anderen noch mal gründlich aus.
Aber gestern morgen hat Christa die Küchentür unvorsichtigerweise geöffnet. Ich war zwar schon fertig, aber nicht so besonders gut drauf – von wegen ein Morgenmuffel und dann das Wetter und überhaupt. Und dann kommt noch dieser Kerl in die Küche gestürmt als sei ich gar nicht da. Da musste ich ihn doch mal wieder an seine guten Manieren erinnern, und schon war die schönste Keilerei im Gange. Frauchen hat uns dann irgendwie getrennt und anschließend im Büro die ganze Zeit Blut und Wasser geschwitzt, einer von uns würde ihr beim Nachhausekommen das Fell des anderen als Trophäe entgegenschwenken.

War aber nicht – wir hatten uns schon wieder ganz doll lieb. Nachmittags sind wir dann alle vier 2 Stunden durch den Wald marschiert. Da war es ganz angenehm trotz der Wärme. Hat viel Spaß und 3 Mäuse für Ronny gebracht… Eine habe ich ihm gefangen!

Jaska buddelt nach Mäusen

 

Jasper & Ylva

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