Bewegungsmöglichkeiten für Schlittenhunde – Teil I

Jeder Besitzer eines Schlittenhundes sollte sich klar darüber sein, dass diese Rassen ursprünglich Arbeitstiere waren und immer noch ausreichend körperlich beschäftigt werden müssen. Aber auch bei ihnen gibt es Unterschiede. Da sind diejenigen, die den „desire to go“ haben, den absoluten Wunsch zu laufen. Und dann gibt es auch unter ihnen sogenannte „Couch-Potatoes“. Man muss bei der körperlichen Beschäftigung der Tiere also berücksichtigen, wie der eigene Hund „tickt“. Pauschale Aussagen wie: Jeder Schlittenhund muss mindestens 50 km pro Tag am Stück laufen, die ich einmal gehört habe (übrigens von einer Dame mit Dackel), sind also absoluter Unsinn.

In jedem Fall aber sollte die Beschäftigungsmöglichkeit der Tiere so abwechslungsreich wie möglich sein, damit sie nicht die Lust daran verlieren.

Hier nun einige Anregungen, wie man Schlittenhunde in unseren Breiten „arbeiten“ lassen kann:

 

Wandern mit und ohne Packtaschen

Abendwanderung
Das ist während des ganzen Jahres eine sehr schöne Möglichkeit, seinen Schlittenhund artgerecht zu bewegen. Der Hundeführer benutzt hierfür möglichst einen speziellen Bauchgurt, mit dem der Hund über eine Ruckdämpferleine verbunden wird. Zwischen Bauchgurt und Leine sollte man einen Panikhaken verwenden, damit der Hund im Notfall ausgeklinkt werden kann.

Für eine Wanderung benötigt der Hund ein Führgeschirr, das im Fachhandel (u.a. bei Pfotenzauber.de) in verschiedenen Größen angeboten wird.  Den Proviant für unterwegs kann der Vierbeiner tragen. Hierfür erhält er entsprechende Hundepacktaschen, in denen bis zu einem Drittel seines Körpergewichts verstaut werden kann.

Spannend ist auch eine Nachtwanderung. Oder aber man unternimmt mit Rucksack, Zelt und Schlafsack eine Biwaktour; vielleicht auch eine kürzere oder längere Bootstour. Da sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.

 

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Huskkies im Boot

 

In diesem Zusammenhang interessant sind die Huskyfreunde in Köln. Das ist eine Gruppe von Menschen, die sich regelmäßig mit ihren Hunden trifft, um gemeinsam zu wandern, Erfahrungen auszutauschen usw. Eine gute Möglichkeit für Einzelhundbesitzer, ihren Tieren soziale Kontakte zu ermöglichen.

 

Joggen mit Hund

Zum Joggen trägt der Mensch einen Bauchgurt, an den der Hund mit einer Ruckdämpferleine angeklinkt wird. Auch hier ist es ratsam, zwischen Bauchgurt und Leine einen Panikhaken zu verwenden, damit der Hund im Notfall ausgeklinkt werden kann. Der Hund trägt wieder ein Führgeschirr. Er sollte auch bei dieser Bewegungsart einfache Kommandos beherrschen oder zumindest leinenführig sein.

 

Laufen am Fahrrad

Ein bis zwei Hunde können vor das Fahrrad gespannt werden. Im Fachhandel gibt es hierfür zwei verschiedene Anbindevorrichtungen. Soll der Hund voraus laufen, besorgt man sich eine Vorrichtung, die vorn am Steuerrohr befestigt wird. Damit die Leine nicht auf das Vorderrad fällt, wird sie durch eine Leinenführung, die federnd mit der Anbindevorrichtung verbunden ist, geführt. Die Hunde sollten aber einfache Kommandos wie rechts, links und halt beherrschen. Will man den Hund seitlich laufen lassen, montiert man sich den sogenannten Springer an den Fahrradrahmen ( Sitzrohr ). Ein einzelner Hund wird über eine Ruckdämpferleine mit der Anbindevorrichtung verbunden. Sind es zwei Hunde, klinkt man noch eine Koppelleine zwischen Hunde und Ruckdämpferleine ein.

 

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Zwei Huskies am Fahrrad

 

Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, die Hundeleine am Bauchgurt zu befestigen. Bei älteren und nicht so sportlichen Hunden kann man durchaus ein City-Bike benutzen. Für zugkräftigere Hunde sollte es allerdings ein Mountain-Bike sein. Ein erwachsener Schlittenhund kann mit etwas Training lange Strecken am Fahrrad laufen, jedoch nur bei Temperaturen unter 15 Grad.

 

Roller

Laufen am Roller (Dogscooter)

Auch hier kann man 1 – 2 Hunde vorspannen und benutzt entweder die Anbindevorrichtung am Steuerrohr oder lässt die Hunde direkt am Bauchgurt. Was besser ist, bleibt zwischen den Fahrern strittig. Befestigt man die Zugleine an der Vorrichtung, kann man selbst nicht unkontrolliert vom Roller gezogen werden und sich dabei verletzen. Andererseits hat man so die Hunde nicht unbedingt unter Kontrolle und sie sind ggf. samt Roller auf und davon.

 

 

 

 

 

Geschirr

Bei Zugarbeiten vor dem Fahrrad usw. müssen die Hunde ein  X-Backgeschirr tragen. Durch seine Struktur verteilt sich die Kraft großflächig über dem Körper des Hundes. Druckstellen und Wundreiben werden somit vermieden. Die Tiere werden nicht in ihrer Bewegungsfreiheit und Atmung eingeschränkt. 

 

Weitere Bewegungsmöglichkeiten für Schlittenhunde im zweiten Teil dieses Beitrages.

 

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2 Gedanken zu „Bewegungsmöglichkeiten für Schlittenhunde – Teil I

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